
Poison Ivy fand ich ich schon immer merk-würdig mysteriös. Catwoman hat etwas Faszinierendes - außerdem war sie zu "meiner Zeit" noch die Mutter von Huntress. Und meine Frau mag Harley Quinn, deshalb hab ich die Figur schätzen gelernt.
Drei Charaktere aus dem Bat-Universum vereint in einer Geschichte über eine Frauen-WG der besonderen Art. Ich war und bin also etwas voreingenommen, was diese Figuren anbetrifft.
Am Wochenende hatte ich die drei Bände "Gotham City Sirens" nochmals zur Hand genommen, da ich mich nicht daran erinnerte, dass ich die Bände schon gelesen hatte. Es war halt leider nicht besonders beeindruckend, was da als Geschichten präsentiert wurde. Dennoch erinnerte ich mich, als hätte ich sowas schon gelesen...
Und tatsächlich bereits am 7. Juli 2011 hatte ich mir Notizen zur Reihe gemacht:
Hab die Tage tatsächlich mal wieder Comics gelesen. Ob mit Gotham City Sirens der beste Einstieg für die Wiederbelebung des Hobbys gewählt wurde, möchte ich mal (nicht) in Frage stellen. Hihihi.
Was hat mir am Comic gefallen? Was war auffällig?
Gefallen hat mir die Passage mit E. Nygma als Detektiv. Eine hübsche Idee. Und bei diesem Part hatte ich auch das Gefühl, da fühlt sich der Autor wohl.
Bisschen schade fand ich, dass diese interessanten weiblichen Charaktere erstmal sexistisch verbraten wurden, bis sie endlich dann doch menschlich als geschichtstragend genutzt werden.
Denn bei diesen Hauptcharakteren hatte ich den Eindruck, der Autor nutzt jedes Klischee, um buddylike über die Frauen herzuziehen zu können: Hey, Kumpels, sind das nicht komische Tussis?!? Und die wollen auch noch zusammenziehen, sich gegenseitig unterstützen? Die sind doof die Frauen!
Später, im dritten Band wird die Erzählung besser. Da geht es mehr um die Geschichte. Und ja, Hintergründe sind wichtig, aber das kommt, so oder so.

Im zweiten Band gibt es eine Zeichnung, die mich für den Zeichner nicht gerade hat einnehmen lassen. Naja, frau muss lernen sowas wegzustecken. Macht aber nicht wirklich Spaß.
Storytechnisch hat mich wirklich die Geschichte von E. Nygma überzeugt. Und auch Harley Quinns Besuch zu Hause gewann ich einen interessanten Moment ab.
Ansonsten flossen die Geschichten etwas oberflächlich dahin.
Positiv zu vermerken ist, dass die Geschichten in sich abgeschlossen sind und keine "Vorkenntnisse" benötigen.
Die Zeichnungen überzeugten mich hingegen so gar nicht.
Ja, der Künstler kann zeichnen. Aber wahrscheinlich bin ich nicht die Zielgruppe (etwa 13, pubertierend, männlich...???), die mit diesen übergetunten Frauenkörpern etwas anfangen kann.
Hm. Schade um diese starken Frauencharaktere. 
Gotham City Sirens 1: Vereint
Paul Dini, Scott Lobdell
Gotham City Sirens 1
Vereint
(Gotham City Sirens 1 – 4, 2009)
Aus dem Amerikanischen von Steve Kups
Titelillustration und Zeichnungen von Guillem March
Farbe von José Villarrubia
Panini, 2010, Paperback, 100 Seiten
Gotham City Sirens 2: Die guten alten Zeiten
Paul Dini, Guillem March, Marc Andreyko (Dialoge)
Die guten alten Zeiten
Gotham City Sirens 2
(Gotham City Sirens 5 – 8, 2009/2010)
Aus dem Amerikanischen von Steve Kups
Titelillustration und Zeichnungen von Guillem March
Farbe von Tomeu Morey
Panini, 2010, Paperback, 100 Seiten
Gotham City Sirens 3: Frauen im Wandel
Autor: Paul Dini, Zeichner: Guillem March, Übersetzer: Steve Kups
("Gotham City Sirens 9-13")
Panini, 2011, Paperback, 124 Seiten
Weitere Infos
- splashcomics.de Comic-Besprechung - Gotham City Sirens 1: Vereint
- phantastiknews.de Gotham City Sirens 1: Vereint (Comic)
- splashcomics.de Comic-Besprechung - Gotham City Sirens 2: Die guten alten Zeiten
- phantastiknews.de Gotham City Sirens 2: Die guten alten Zeiten (Comic)
- comic-community.net GOTHAM CITY SIRENS 01 und GOTHAM CITY SIRENS 02
- highlightzone.de Böse-Mädchen-Bande
- trekzone.de "Gotham City Sirens 3"
- paniniforum.de Gotham City Sirens

Kommentar schreiben
Subkommentare ausblenden